Farbe bekennen!


Schwarzsehen gilt nicht. Nicht in diesem Beruf. Durch Farbe werden effektvolle Akzente gesetzt, unscheinbare Dinge plötzlich
in den Mittelpunkt gerückt, Formen betont, triste Winkel zu sympathischen Plätzen.

Der Maler und Lackierer führt eine bunte Palette vielseitiger Aufgaben aus. Wobei diese sich nicht darauf beschränken, Alltagsgrau von Fassaden, Decken und Wänden zu verbannen oder auch mal eine zu kleben - eine Tapete natürlich. Das gehört zwar dazu, aber es gibt noch mehr interessante und kreative Tätigkeitsbereiche. Denkmalpflege zum Beispiel; oder Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten; das werbewirksame Gestalten von Schriften, Schildern, Ausstellungsständen. Der Fahrzeuglackierer ist darauf spezialisiert, Karossen mit bunter Phantasie zu designen oder Lackschäden geschickt zu beheben - beispielsweise durch Airbrush-Technik und andere neuartige Verfahren.

Die Devise lautet: Farbe bekennen in puncto Ideen und gekonnter Ausführung mit umweltverträglichen Farben und Lacken in allen Fällen.

Wer einen bestimmten Aufgabenbereich bevorzugt, kann sich darauf spezialisieren und seine individuellen Talente noch besser einsetzen.


Voraussetzungen:
Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur.
Handwerkliches und gestalterisches Geschick. Der ideale Beruf für junge Leute, die gerne ein "buntes" Leben führen.

Ausbildungsinhalte:
In der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung: Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht.

• Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
• Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
• Umweltschutz,
• Kundenorientierung,
• Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken,
• Entwerfen und Ausführen von Gestaltungsarbeiten,
• Herstellen von Beschriftungen und Kommunikationsmitteln,
• Durchführen von Maßnahmen zum Holz- und Bautenschutz,
• Durchführen von Energiesparmaßnahmen, Ausbau- und Montagearbeiten,
• Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen;

In der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege:

• Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
• Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
• Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
• Umweltschutz,
• Kundenorientierung,
• Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken,
• Herstellen von Werk- und Beschichtungsstoffen nach historischen Rezepturen,
• Ausführen von historischen und gestalterischen Arbeitstechniken,
• Durchführen von Instandsetzungsmaßnahmen im Rahmen der Denkmalpflege,
• Ausführen von Reproduktionen und Rekonstruktionen nach historischen Vorlagen,
• Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen;

In der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz:

• Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
• Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
• Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
• Umweltschutz,
• Kundenorientierung,
• Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken,
• Einrichten von Baustellen, Bedienen und Instandhalten von Geräten, Maschinen und Anlagen,
• Instandhalten und Instandsetzen von Bauwerken und Anlagen,
• Durchführen von Korrosionsschutzmaßnahmen,
• Durchführen von Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen an Bauwerken und Bauteilen aus Beton,
• Herstellen von Kommunikationsmitteln für Sicherheits- und Leitfunktionen,
• Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen.


Ausbildungsdauer:
Die Ausbildung dauert 3 Jahre .

Es kann zwischen den Fachrichtungen:
1. Gestaltung und Instandhaltung,
2. Kirchenmalerei und Denkmalpflege und
3. Bauten- und Korrosionsschutz gewählt werden.

Vergütung:
ab 01.08.2008
1. Ausbildungsjahr: 352,00 Euro + Fahrgeld
2. Ausbildungsjahr: 383,00 Euro + Fahrgeld
3. Ausbildungsjahr: 493,00 Euro + Fahrgeld

ab 01.08.2009
1. Ausbildungsjahr: 362,00 Euro + Fahrgeld
2. Ausbildungsjahr: 393,00 Euro + Fahrgeld
3. Ausbildungsjahr: 508,00 Euro + Fahrgeld

Berufsschule:
Lehrlinge besuchen die Staatliche Gewerbeschule Holztechnik, Farbtechnik, Raumgestaltung, Textil und Bekleidung
Richardstraße 1
22081 Hamburg
Tel.: 040 428860-0
Fax: 040 428860-152

Prüfungen:

Zwischenprüfung:
Während der Berufsausbildung sind zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Sie soll am Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

Gesellenprüfung:
Die Gesellenprüfung wird zum Ende der Lehrzeit abgenommen.

Zuständig für die Gesellenprüfung sind die Gesellenprüfungsausschüsse der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg
Stephanstraße 15
22047 Hamburg
Tel.: 040 343887
Fax: 040 3480625

(Quelle: Handwerkskammer Hamburg)